Värmlands Folksblad - Übersetzung


Bär tötet Elch vor laufender Kamera

- Tourist filmt seltene Aufnahmen -

Der Bär griff den Elch von hinten an. Dieser schrie in Todesangst. Das deutsche Touristenehepaar Sina und Heiko H. filmte das grausame Schauspiel westlich vom Örsjön bei Sysslebäck.

Ich habe nichts gedacht, ich suchte nur meine Kamera. Als ich diese dann endlich hatte, wusste ich vor lauter Aufregung nicht mehr wie man sie einschaltet. Erzählte Heiko H.. Nach einer Weile ist der Bär irritiert und sieht sich um. Als er die Touristen bemerkt stellt er sich auf die Hinterbeine und läuft schließlich auf das Auto zu.

Das Ehepaar H. springt in Ihr Auto und fährt mit Vollgas ca. 300 m rückwärts, bevor sie wieder wenden können. Dann fahren sie schnell nach Hause.

Bild: Der Elch schreit in Todesangst. Das deutsche Ehepaar filmte die ganze grausige Szene am Örsjön bei Sysslebäck.


 

 

Der Elch schreit in Todesangst !

Der Bär kratzt und reißt am Körper. Er frisst vom Hinterteil des Elches. Dieser lebt noch und schreit in Todesangst. Die deutschen Touristen Sina und Heiko H. hatten das grausige Schauspiel im Westen vom Örsjön gefilmt. Ich habe gar nichts gedacht, ich habe nur so schnell wie möglich meine Kamera gepackt und dann vor lauter Aufregung die Starttaste nicht gefunden. Erzählt Heiko H. später. Jetzt ist das Ganze eher unwirklich. Es war so gegen 9.00 Uhr als wir von unserer Hütte aus zum Angeln fahren wollten. Zuerst haben wir den Elch gesehen wie er auf uns zulief, kurz darauf folgte ihm der Bär.
Der Bär sprang den Elch gesehen wie er auf uns zulief, kurz darauf folgte ihm der Bär, den Elch an und drückt diesen in einen Graben.

Und Sina sagt: Es war so grausam. Mit seinen Pranken reißt der Bär dem Elch den Bauch auf und zieht die Gedärme heraus. Trotz der ganzen Aufregung, und obwohl ihm die Haare zu Berge standen, hat Heiko H. den Mut aus dem Auto zu steigen und seine Kamera zu holen. Er und Sina standen ungefähr 30 Meter von dem grausamen Naturschauspiel entfernt. Der Bär schlägt und beißt immer wieder in das Hinterteil des Elches, der wehrlos im Graben liegt. Man kann sehen, wie der Bär mit dem Elch spielt.

Sina schreit wir müssen telefonieren, damit der Elch erschossen wird und nicht länger leiden muss. Dann blickt der Bär irritiert um sich und entdeckt die Eindringlinge. Er stellte sich auf die Hinterbeine und läuft auf das Auto zu. Sina und Heiko springen in das Auto und fahren die nächsten 300 m schnell rückwärts bis sie wenden können. Der Bär gibt auf und verfolgt die beiden nicht mehr.

Erst dann war ich am Zittern, weil mir bewusst wurde was wir das gesehen haben. "Als wir mit der Kamera da standen hatten wir keine Angst, nur Mitleid mit dem Elch." meint Sina, die schon öfters mit ihrem Mann Dokumentarfilme von Elchen in Schweden gemacht haben.

Aber diese Aufnahmen sind mir auf den Magen geschlagen, weil ich so etwas noch nie erlebt habe. Der Naturfilmer Gerold Berg, der diese Aufnahmen auch gesehen hat, glaubt das es sich um eine männliches Tier handeln muss, der ca. 8 Jahre alt ist und um die 130 kg wiegt. Er meint es kommt durchaus vor, dass Bären Elche reißen. Natürlich sei der Elch größer, aber so habe der Bär für längere Zeit Nahrung, so paradox es auch klingt. Es könnte auch durchaus sein, dass der Bär noch mal zu seiner Beute zurück kehrt. Manchmal ist es auch so, dass sich die Bären überhaupt nicht mehr zu dem Kadaver zurück begebe . Es ist schwer zu sagen.

Britt-Marie Norqvist vom Jagdschutz in Schweden glaubt, dass es ca. 18 - 20 Bären in Värmland gibt. Da das Klima sich pro Jahr um 1 % verändert, wandern die Tiere immer mehr ins Inland. Man sollte großen Respekt vor Bären haben. Denn sie warnen niemals vor. Sobald sie irritiert sind greifen sie an. Sie kann sie nicht für ihre Unachtsamkeit belehren, weil sie so nahe mit ihrem Auto dran waren. Aber generell sollte man für seine eigene Sicherheit nicht ein solches Risiko eingehen. Sagt Britt-Marie Nordqvist.

Ein großes Ereignis filmte der Naturfilmer.
Ein Bär reißt einen Elch. Es ist so unglaublich, weil noch niemand so etwas filmen konnte, schon gar nicht in Schweden. Es ist ein großes Ereignis, jeder der damit zu tun hat weiß dies sagt Tom Arnebom, er ist Forscher und Regisseur bei TV4. "Es ist solch ein Zufall, der passiert einem nur einmal im Leben. Es ist ein Naturfilmer Traum solche Aufnahmen zu bekommen. Die Chancen dafür sind minimal." Er glaubt, dass der Film eine große Sache zwischen den Naturfilmern in Schweden und im Ausland ist.

"Es ist ungewöhnlich und unglaublich das der ganze Verlauf am Platz eingefangen werden konnte. Die Qualität der Bilder sei wirklich ungewöhnlich gut. Normalerweise braucht man Wochen um einen Bären zu filmen, wenn man ihn mit einem Fangköder anlockt."

Tom Ornbom glaubt, das der Film auch für Biologen interessant sein dürfte. Denn normalerweise ist ein Elch schneller als ein Bär.