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Ein Naturdrama hat sich
westlich von Sysslebäck im Wald abgespielt. Vor der laufenden Videokamera
des deutschen Touristen - Ehepaares Sina und Heiko H. tötet der Bär einen
großen Elch.
Die Wahrscheinlichkeit solche Bilder zu bekommen liegt bei 1 : 1 Millionen
sagt Gerold Berg aus Torsby, der seit über 20 Jahren in der ganzen Welt
Naturfilme dreht.
Der ganze Film ist mehr als vier Minuten lang. Der Bär hat den Elch in
einen Weggraben gedrückt und dann konnte man den Todeskampf erst richtig
sehen. Der Elch schreit die ganze Zeit vor Schmerzen, bevor er vom Bär
langsam getötet wird. Das war ein unglaubliches Erlebnis sagt Heiko H. Ich
hatte die ganze Zeit Herzklopfen.
Es war am Dienstag als Heiko u. Sina H. von Ihrem Haus in Brattmon,
nördlich von Sysslebäck, auf dem Weg zum Angeln, am Örsjön, sind. In
einer Kurve auf dem Schotterweg, nicht weit vom See, stehen plötzlich
ein Elch und ein Bär auf den Weg.
"Der Bär stürzt sich auf den Elch und wirft ihn
in den Graben. Meine Videokamera lag unter den Angelutensilien".
Sagt Heiko H. "Vor Nervosität hat es einige Zeit gedauert,
bis ich die Kamera filmbereit hatte, außerdem dachte ich,
der Bär läuft zurück in den Wald. Dann filmte
ich das vier Minuten lange Naturdrama, daß sich in ca.
30 Meter Entfernung vor mir abspielte."
"Nein, Angst hatte ich nicht, aber großes Mitleid
mit dem Elch." Sagt Sina H. der Zeitung. "Wir hatten
ja kein Gewehr im Auto um den Elch zu erschießen. So konnten
wir sein Leiden nicht verkürzen".
Aufgrund der Filmaufnahmen wird der Bär auf 6 bis
7 Jahre geschätzt und auf
ca. 125 kg. Da der Bär so mit dem Elch beschäftigt
ist, bemerkt er das deutschePaar erst gar nicht.
Doch dann witterte er sie doch und lief einige Schritte auf sie
zu. Das Paar brach die Filmaufnahmen ab und sprang in das Auto.
Schnell fuhren sie zurück.
Gerold Berg fährt sofort nach Sysslebäck, nachdem der
von den Ereignissen hört.
" Zuerst habe ich geglaubt er hatte einen Bären und
einen bereits toten Elch gefilmt. Aber was ich dann sah war bedeutend
besser." Sagt Gerold Berg. "Es ist eine einmalige Sequenz,
ich hatte noch nie das Glück gehabt so etwas zu filmen.
Das nächste was ich filmen konnte war aus der Luft.
Die Aufnahmen sind wirklich sehr ungewöhnlich. Es ist schon oft
vorgekommen, das Leute solch eine Szenerie sahen, aber eine Videokamera
hatte noch keiner dabei.
"Im Moment arbeitet Gerold Berg mit Unterstützung des
Jagdverbandes an einem Film über die vier seltenen Tiere
der Region. Bär, Wolf, Vielfraß und Luchs. Der Film
soll in einem Jahr fertig sein. Der Jägerverband hat nun
das Vorrecht über die vier Minuten langen Aufnahmen..
"Der Film des deutsches Paares paßt gut in mein Projekt.
Sagt Gerold Berg. Es zeigt ganz eindeutig, wie lange es dauert,
bis ein Raubtier ein Beutetier reißt. Es handelt sich um
einen sehr langen Prozeß. Im Extremfall kann dieser viele
Stunden dauern."
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